Die antiinflammatorische Wirkung von Omega-3 bzw. Omega-6 Fettsäuren

 

Ziel ist es, durch Verwendung derartiger Fette, mit einem hohen Gehalt an Omega-3 Fettsäuren, diese in den zellulären Fetten zu speichern.
Im Falle einer einsetzenden Entzündung, wird dadurch, die Bildung von Prostaglandinen gedämpft.
Weitere positive Effekte sind, die Verminderung der Aggregation von Thrombozyten und die Adhäsion von Zellen am Gefäßendothel. Dieser Effekt könnte bei einer Hufrehe von großer Wichtigkeit sein. Gerade in der engen Hufkapsel ist es von enormer Bedeutung, dass das Kapillarnetz vollständig vom Blut durchströmt werden kann.

Durch die prophylaktische Gabe von Omega-3 /6 -haltigen Fettsäuren, werden die Nervenzellen bzw. die Schmerzfasern positiv beeinflusst, so dass es zu einer verminderten Ausschüttung von entzündungsfördernden Neuropeptiden kommt.
(Prof.Dr. Manfred Coenen, Uni Leipzig)

Bei der Hufrehe wird fatalerweise das Kapillarnetz, durch den Einfluss der Neuropeptide, umgangen, d.h. der feine Bereich arterio-venöser Verbindungen wird geschlossen. Stattdessen führen die nun weit geöffneten großen Gefäße schnell Leukozyten und Lymphflüssigkeit, entzündungsverstärkend, an den vermeintlichen Einsatzort und lassen somit den Druck in der Hornkapsel massiv ansteigen.

Die prophylaktische Gabe von Omega-3/6 Fettsäuren, kann hier möglicherweise die Anfälligkeit gegenüber entzündlicher Prozesse innerhalb der Zellstruktur des Hufes erheblich vermindern und daher bei disponierten Pferden, diätetisch sinnvoll sein.